Weißwurscht mit Baeckeoffe 2.0 - schnelle Rund(ung)en

  • Hallo Forum,


    hier sind ja schon viele schöne Umbauprojekte vorgestellt worden. Ich habe mich jetzt dazu durchgerungen, meine kleine Showroom-Geschichte zu schreiben. Schon im „alten TT-Forum“ hatte ich quasi ein Showroom-Tagebuch geführt und das will ich hier fortführen. Deshalb werde ich nur sehr kursorisch die Vergangenheit mit ein paar Bildern und etwas (!) Text rekapitulieren. Mein alter Blog im „alten TT-Forum“ hatte noch sehr lange Texte. Weiß nicht genau, ob das jedem so gefiel.


    Wie ich in meinem Vorstellungsposting schon schrieb, war ich schon 1995 von dem TT begeistert. Allerdings dauerte es noch bis August 2006, als ich meinen ersten TT bekam. Es war ein brillantschwarzer, 2001er (MJ) TTRF180 mit schwarzem Leder, E-Verdeck, E-Windschott und Klimaanlage. Dem gönnte ich dann noch die 7,5x17‘‘ Parabolfelgen mit 225er-Reifen, auf denen er erst einmal so dastand:



    Der Wagen wurde als Daily Driver genutzt und für eine Vielzahl von Urlauben und langen Wochenenden praktisch in das gesamte west- und südwest-europäische Ausland bewegt. Umbauten gab es nur zwei und beide durch mich selbst ;-) :


    - Nachrüstung GRA in 2009

    - Anbau S-Line-Front in 2012


    Abseits dessen pflegte und hegte ich den Wagen intensiv. Nach insgesamt neun Jahren und mit rund 230 TKM spießte ich aber im August 2015 unverschuldet ein mir entgegenkommendes Auto praktisch ungebremst mit 80 Sachen auf.




    Schon dieses eine Bild verdeutlicht, dass an einen Wiederaufbau nicht zu denken war. Ende der GeschichTTe.


    Oder nicht?

    El Gordo - die Weißwurscht stellt sich vor



    In this world, nothing can be said to be certain, except death and taxes. (Benjamin Franklin)


    Verglichen mit den Grünen und ihrem alltäglichen Hang zum Totalitarismus ist die katholische Kirche eine libertäre Organisation mit Sinn für menschliche Schwächen. (Henryk M. Broder)

  • Nicht ganz.


    Ganze zwei Monate hielt ich es ohne TT aus. Dann schaute ich wieder den runden Dingern hinterher. Ich war also wieder auf der Suche.


    Nach rund acht Wochen stolperte ich dann im Web über eine sehr versteckte Anzeige für einen attraktiven, sehr gut erhaltenen TTRQ 3,2 mit geringer Laufleistung und akzeptablem Preis. Einziges Manko: er stand im Elsass, in das ihn der Anbieter von Deutschland aus „exportiert“ hatte. Ein Bayer im Elsass, also oder: die Weißwurscht beim „Baeckeoffe“.


    Mich schreckte das nicht ab. Das Elsass ist immer eine Reise wert, auch wenn es seinerzeit Ende November und damit naß-kalt und nur teilweise verschneit war. Ich kaufte den Dicken, meinen ‚El Gordo‘, nach kurzer Überlegung am 22. Dezember 2015 und machte mir so mein eigenes Weihnachtsgeschenk.



    Zunächst gab es eine große, intensive Pflegeaktion, dann eine Inspektion und noch einen Klimaservice.


    Da der Kofferraum des Dicken eher klein und für 14-Tage-Plus-Urlaube nicht geeignet ist, besorgte ich einen originalen Heckträger. Die Signora bestand zudem darauf, dass auf diesen Träger nicht „irgendein“ Koffer, sondern bitteschön etwas zu Träger und Auto passendes geschnallt wurde. Deshalb zähle ich die Anschaffung des Koffers mal ebenfalls zu den „Modifikationen“ des Autos.



    Das waren die ersten Ergänzungen nach dem Kauf. Das alles verfolgte natürlich einen Zweck, zudem ich aber demnächst komme ...

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  • Dieser Zweck war die erste große Reise mit ‚El Gordo‘: Geplant war eine entspannte Tour für etwas mehr als zwei Wochen über Kempten im Allgäu, Sölden in Tirol, das Timmelsjoch, Meran, Tramin (der Ursprungsort des Gewürztraminers), den Gardasee & Umgebung, Venedig, Cortina d’Ampezzo & die Dolomiten und zurück.


    Auf dieser Reise sah er dann so aus:




    Die Reise war phantastisch, nicht nur, aber auch wegen der Wege, die wir zurückgelegt haben. Es erwies sich als vollkommen richtig, den dicken Sechszylinder zu wählen, da er der Charakteristik nach ziemlich genau meinem Fahrstil entspricht und akustisch immer wieder Spaß macht. Das Radio kann aus bleiben.


    Allerdings zeigten sich zwei Punkte, die ich im kommenden Jahr unbedingt in Angriff nehmen wollte: in der Serie ist der 3,2er nicht nur sehr hoch, sondern auch sehr komfortabel ausgelegt, was beim sportlichen Fahren zu einem weniger präzisen Handling und stärkeren Wankbewegungen führt. Das war die eine Baustelle. Die andere war das DSG, welches in der Serie unschön abgestimmt ist: Einkuppeln geschieht recht ruppig, Schleifenlassen der Kupplung beim langsamrollen und erneuten beschleunigen (bpsw. beim Abbiegen ohne anhalten) und der S-Modus ist schlichtweg unbrauchbar. Beides wollte ich 2017 abstellen.


    VG

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  • Nun bin ich im Jahr 2017 angekommen. Es gab zunächst einen großen Service in Eigenregie, eine Lambda-Kur, einen neuen LLM und neue Zündkerzen. Vor allem gab es zwei wichtige Neuerungen: zunächst flog im Mai das zu weiche und wenig präzise Serienfahrwerk raus und ein neues Bilstein B14 Gewindefahrwerk zog ein. Bei einer leichten Keilform (Höhe vorne 335, hinten 345 mm) verbesserte sich das Fahrverhalten bei etwas Komforteinbußen sehr deutlich.


    Für den Juni hatte ich die Signora dann zu einem Urlaub am Bodensee / Hochrhein überredet. Nicht ganz ohne Hintergedanken. Während sich die Signora für einen Tag lang selbst vergnügen musste, nutzte ich diese Gelegenheit, um Zoran in Durlangen einen Besuch abzustatten und ein NWT mit DSG-Optimierung und Prüfstandsabstimmung durchführen zu lassen. Ergebnis: auf der Rückfahrt hatte ich ein vollständig neues Auto!


    Im Einzelnen:


    - Der Motor wirkt nun wach, hängt bissig am Gas und schüttelt seine Leistung lässig heraus. In der Rückschau scheint es, als ob man dem Motor vor dem NWT permanent Schlaftabletten in den Tank gekippt hätte. Laut Prüfstandsergebnis stieg die Leistung von 292 Nm und 234 PS auf tolle 349 Nm und 273 PS bei einer 98-Oktan-Abstimmung.


    - Höherer Kupplungsdruck und wesentlich schnelleres Einkuppeln des DSG; das Anfahren ist zügiger geworden und insbesondere das Schleifenlassen der Kupplung (bspw. beim Langsamrollen an Abbiegungen ohne Halt mit anschließendem Beschleunigen) ist weg.


    - Der D-Modus ist jetzt etwas „bummeliger“; das DSG behält einen Gang nun auch dann bei, wenn man leicht Gas gibt. Erst, wenn man das Pedal stärker durchtritt, schaltet der Automat zurück. Dabei kann man jetzt spielend einfach „dosieren“, wie viele Gänge er zurückschaltet. Das war vorher eher schwer.


    - Das Beste ist aber der S-Modus. Er ist endlich „nutzbar“ geworden. Im „S“ werden die Gänge jetzt „flexibel“ ausgedreht, d. h. schwache Beschleunigung führt zum Schalten bei 3 – 4.000 UPM, starke Beschleunigung zu späterem Schalten bis hin zum Ausdrehen der Gänge. Und wenn die Beschleunigungsorgie vorbei ist und das Tempo gehalten wird – etwa Autobahn oder Landstraße – wechselt das DSG die Gänge so, dass die Drehzahl bei 2 – 3.000 UPM bleibt. Das Zurückschalten beim Verzögern und Abbremsen geschieht wie gehabt.


    - Im Schiebebetrieb „sprotzelt“ und „schubblubbert“ es jetzt sehr vernehmlich. Ziemlich cool.


    - Die AGA-Klappe öffnet bei ca. 2.400 UPM und ist daher gerade im S-Modus eigentlich „daueroffen“.


      


    So ging der Dicke dann in den Winterschlaf hin zur Saison 2018.


    VG

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  • Wenn man hier so die Berichte liest, weiß man erst, wie einem das Forum dann doch gefehlt hat.

    Finde so Entwicklungen immer Spitze ;)


    Müsste evtl. irgendwann mal mit dir ne Runde drehen, damit man das "Zoran Gefühl" mal live erlebt.

    Lesen tut sich das alles gut und gerade die Sache mit DSG im S-Modus kann ich absolut nachvollziehen :)

  • Können wir gerne machen, Alex. Da meine Schwiegereltern im Duisburger Süden wohnen, komme ich durchaus „häufiger“ auch nach KR und die Gegend drumherum. Ich denke, Du solltest mal ein paar mehr km damit fahren, um zu fühlen, wie er läuft.


    VG

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  • Moin Forum,


    heute komme ich mit meiner Zusammenfassung in der Saison 2018 an. Viel Neues gab es hier allerdings nicht: neben einer neuen Batterie (aber keine AGM) und einer Spurverbreiterung mit H&R-Platten (vorne System DR 10mm je Seite, hinten System DRA 20mm je Seite) gab es noch eine Armlehne.




    Zudem besorgte ich für diese Saison neue Räder, da die S.-Lines demnächst einmal der Überarbeitung bedürfen. Da sie glanzgedreht sind, bedeutet das einen völligen, zeitintensiven Neuaufbau. Von meinem alten TTR hatte ich noch 16" Winterräder stehen, aber auf dem 3,2er passen die ja nicht wegen der Bremse.


    Daher beschaffte ich mir neue Räder. 19“ hätten wir schon sehr gefallen, da sie das Radhaus schön füllen und nicht so viel Gummi zu sehen ist. Allerdings verringern sie den Komfort nochmals drastisch; auch eine Verbesserung der Fahreigenschaften ist mit 19“ nicht gerade zu erwarten. Daher blieb ich ganz bewusst bei 18“ und griff auf die „Last Edition“ zurück.





    Auch wenn sie ganz schön aussehen, werde ich aber wohl auf Dauer wieder die S-Lines montieren, denke ich. So ging die Saison 2018 dann zu Ende.



    Seit Ende Oktober schlummert der Dicke jetzt in seinem beheizten (!), aber leider stromlosen Domizil. Noch einen guten Monat dauert es, bis ich ihn wieder erwecken darf.


    Viele Grüße aus der "Jetzt"-Zeit.

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  • Danke Danke für die Blumen.


    Die Designparts habe ich jetzt nicht mehr genau vor Augen ... Von TT-armrest gibt es auch eine mit Doppelständer. Nur bei der gibt es keinen Becherhalter, den ich aber gerne haben wollte.


    Herr Doktor, Herr Doktor, Geschmack haben sie ja, nur das Kennzeichen war wohl nicht so kreativ :D

    Andere Buchstaben und Ziffern waren leider nicht mehr da.^^

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  • Ups. :) Kleiner Freud‘scher ... Aber ein weiteres Argument, denn DEN hätte ich nun wirklich nicht gebraucht ...:D:D:D

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  • Dann musst Du ja mit Deinem DOPPELSTÄNDER auf nichts verzichten. Haha. :D


    Ist das übrigens 1/2 originaler Cupholder von Audi? Deiner sieht jedenfalls genauso aus ...


    VG

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  • Greg : Danke für die Bilder Deines Innenraums. Hat das (Mittelteil hinten, Schalthebelbalg, Fach vorne) Tom gemacht? Wie viel Leder musstest Du dafür kaufen? Ich weiß, dass wir das Thema schon mal hatten, aber ich bekomme das nicht mehr zusammen.


    Irgendwann - so Gott will - mache ich das auch in ähnlicher Form.


    VG

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  • Nein hat Tom nicht gemacht, war ein örtlicher Sattler der mich viel Nerven, Leder und „Rohteile“ gekostet hat. Seit dem gehen meine Teile wieder per Post zu Tom. Ist aufwändiger aber er weiß als TT Fahrer was er tut. Allerdings hat er aktuell kein Leder in Mokassin liegen, könnte es auf Wunsch allerdings besorgen Abnahmemenge 1/2 Haut.....



    Gesendet von iPhone mit Tapatalk Pro

  • Ein bisschen Zeit braucht es noch. Auf dem nächsten Treffen besprechen wir mal unsere Ideen und wie wir das umgesetzt bekommen.


    VG

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